Ungarische Schülergruppe zu Besuch im Naturpark Schönbuch

Bildung für nachhaltige Entwicklung und Naturschutz im Vordergrund

Eine Gruppe von 20 Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrkräften aus Budapest, Ungarn, besuchte den Naturpark Schönbuch Mitte März. Sie hatten über das EU-Programm Erasmus eine Reise finanziert bekommen, bei der die Themen Bildung für nachhaltige Entwicklung und Naturschutz im Vordergrund standen. Am Schönbuchturm wurden sie von der Naturpark Mitarbeiterin Juliane Goerke begrüßt und in die Aufgaben und Ziele eines Naturparks mit Hilfe des interaktiven Naturpark-Spiels eingeführt. Der Aussichtsturm bot natürlich die Gelegenheit, den Naturpark auch aus der Vogelperspektive zu entdecken.

Am Mönchsberger Sattel stieß Revierleiter Winfried Seitz zu der Gruppe und nahm sie mit auf eine lehrreiche Runde durch sein Revier. Am Aussichtspunkt Kaiserwirts Bergle etwa erfuhr die Gruppe über die Biodiversität an den Schönbucher Streuobsthängen, über die Verschmelzung von Bildung und Waldnaturschutz beim Hirschkäfermeiler und über die frühkindliche Naturpädagogik beim Waldkindergarten Räuberhöhle. Es war noch zu früh im Jahr, die Tümpel im Wald waren leider noch nicht zum Leben erwacht, sonst hätten die Schülerinnen und Schüler vorbildlichen Artenschutz in den Tümpeln in Form von Frosch- und Krötenlaich beobachten können. 

Bevor es wieder zum Bus ging, führte die Runde noch an einem Waldrefugium vorbei, einem Minibannwald von etwa 2 ha Größe, wo die Natur Natur sein darf und der Mensch nicht eingreift. Um nicht den Eindruck zu erwecken, dieser Wald sei „nicht aufgeräumt“, hatte Seitz eine Informationstafel aufgestellt. Noch ein gutes Beispiel von Waldnaturschutz und Bildung im Einklang. 

Nach rund drei Stunden im Naturpark Schönbuch verabschiedeten sich die ungarischen Schülerinnen und Schüler. Sie setzen ihre Reise fort und besuchen in den nächsten Tagen unter anderem die Quelle der Donau und Ulm, wo ihre Vorfahren als so genannte Donau-Schwaben herkamen.