Seltener Käfer im Naturpark unterwegs

Der Alpenbock schätzt Sonne und Totholz

Bei Pfrondorf ist Hartmut Assmann ein seltener Käfer vor die Kamera gekommen: Der Alpenbock. Dieser schöne Käfer ist in Baden-Württemberg eigentlich nur auf der Schwäbischen Alb zu finden, in diesem Jahr sind jedoch schon mehrere Sichtungen im Naturpark Schönbuch gemeldet worden. 

Der Alpenbock ist zwischen Ende Juni und Anfang September für drei bis sechs Wochen als Käfer unterwegs. Dann liegen bereits zwei bis vier Jahre als Larve hinter den Tieren. Die Larven entwickeln sich in Mitteleuropa in toten oder anbrüchigen, gut besonnt stehenden Buchen, gelegentlich auch in Bergahorn. Der in Deutschland stark gefährdete Käfer mag lichte Wälder in besonnter Hanglage, ist aber auch in trocken liegenden Holzstapeln zu finden. Dort besteht allerdings die Gefahr, dass das Holz verbrannt oder weiterverarbeitet wird, bevor die Larven ihre Entwicklung abschließen konnten.

Das im Forst umgesetzte Alt- und Totholzkonzept scheint sich für den Alpenbock aktuell auszuzahlen, und vielleicht hilft ihm auch der Trockenstress, der im Schönbuch vereinzelt Wipfel von Buchen absterben lässt.
Die nächsten Jahre werden zeigen, ob der schöne Käfer mit dem klangvollen zoologischen Namen Rosalia alpina es schafft, wieder im Naturpark heimisch zu werden.

Herzlichen Dank für die schönen Bilder!

Wer mehr über den Alpenbock erfahren möchte, dem seien die Seiten des Bundesamts für Naturschutz und Kerbtier.de empfohlen.

ein blau-schwarzer Käfer hängt kopfüber von deiner Schafgarbenblüte
Unterseite des Käfers