Neues von ForstBW: Wir pflegen die Lebensräume für Amphibien im Wald

Die Forstleute im Forstbezirk Schönbuch entschlammen momentan den Weiher an der Teufelsbrücke im Großen Goldersbachtal.

Da viele der ursprünglichen Laichgewässer von Amphibien in ihrem natürlichen Vorkommen kaum noch existieren, müssen Ersatzlebensräume geschaffen werden. Heimische Frosch-, Kröten- und Molcharten finden einen alternativen Lebensraum beispielsweise in künstlich angelegten Tümpeln und Weihern im Wald. „Im Laufe der Zeit wächst ein Gewässer zu, verschlammt oder wird nicht mehr ausreichend gut besonnt. Dann sind die Bedingungen für Amphibien und deren Nachkommen schlecht.“, erläutert die für den Waldnaturschutz im Forstbezirk Schönbuch zuständige Försterin Kathrin Klein. Um die Artenvielfalt und Amphibienpopulation zu erhalten, müssen diese Gewässer in regelmäßigen Abständen von den Forstleuten gepflegt werden. Dazu werde das komplette Wasser aus dem Weiher abgelassen, sodass der Schlamm anschließend mit einem Bagger abgetragen werden kann. „Bis zum zeitigen Frühjahr sind die Arbeiten abgeschlossen, und das Gewässer steht den Amphibien dann rechtzeitig wieder als Laichplatz zur Verfügung“, versichert die Försterin.<o:p></o:p>

Entscheidend für die Artenvielfalt der Amphibien ist die Strukturvielfalt. Daher sind auch kleinere temporäre Wasserstellen für sogenannte Pionierarten, wie die Gelbbauchunke, überlebenswichtig. Sie benötigen immer wieder neu entstehende Lebensräume auf Rohbodenflächen und ohne Konkurrenzdruck. Daher werden wassergefüllte Fahrspuren, wie sie im Wald bei der Holzbringung entstehen können, gerne von der Gelbbauchunke besiedelt. Aber auch Feuersalamander, Grasfrosch, Berg- und Fadenmolch fühlen sich in diesen Kleinstlebensräumen allen Unkenrufen zum Trotz pudelwohl.

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