- PRESSEMITTEILUNG aus dem Minsterium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg -
„Es ist schön, seine Freizeit im Wald zu verbringen. Das bevorstehende lange Pfingst-wochenende lädt pünktlich mit schönem und trockenem Wetter in den Wald ein. Für einen ungestörten und entspannenden Waldgenuss ist es wichtig, sich besonnen zu verhalten und Rücksicht auf die Waldbewohner und andere Waldbesucher zu nehmen. Bis zu zwei Millionen Waldbesucher am Tag sind jetzt gefordert, bei ihren Aktivitäten besonders umsichtig zu sein, um den Lebensraum für Tiere zu respektieren und Wald-brände zu vermeiden", sagte Peter Hauk MdL, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, am Freitag (26. Mai) in Stuttgart.
Schönes Wetter lockt die Bürgerinnen und Bürger wieder in den Wald. Viele nutzen die warmen Sonnentage, um sich zu erholen und dabei im Wald zu grillen und Feuer zu machen.
„Der Wald hat insbesondere in den letzten Jahren unter den Folgen des Klimawandels und den Extremwetterereignissen sehr gelitten. Die Lebensgemeinschaft und das Öko-system sollen durch Ihren Besuch möglichst wenig beeinträchtigt werden. Denken Sie an die Waldtiere, die momentan mit der Aufzucht des Nachwuchses beschäftigt sind und nehmen Sie ihren Vierbeiner am besten an die Leine. Müll gehört nicht in den Wald und respektieren Sie die Erholung der anderen Waldbesucher", sagte Hauk.
Minister Hauk weist mit Nachdruck darauf hin, dass das Feuer machen nur an den offiziell dafür eingerichteten Feuerstellen und Grillplätzen erlaubt ist. Je nach örtlicher Situation können die jeweiligen Forstbehörden weitere Maßnahmen anordnen. Ein un-beaufsichtigtes Grillfeuer kann verheerende Folgen haben. Auch an den offiziellen Feu-erstellen muss das Feuer immer beaufsichtigt sein und ist vor dem Verlassen der Grill-stelle unbedingt vollständig zu löschen.
"Das wilde Grillen auf mitgebrachten Grillgeräten ist im Wald tabu. Ebenso besteht von März bis einschließlich Oktober in den baden-württembergischen Wäldern ein generel-les Rauchverbot", betonte Minister Hauk.
Verhalten im Brandfall:
Minister Hauk bittet alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher, folgende Regeln zu beachten:
- Vom 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald ein grundsätzliches Rauchverbot.
- Feuer machen ist ganzjährig nur an den offiziellen, fest eingerichteten Feuer-stellen auf den Grillplätzen erlaubt. Je nach örtlicher Situation können die Orts-polizeibehörden sowie die jeweiligen Forstbehörden weitere Maßnahmen an-ordnen und insbesondere das Grillen im Wald vollständig verbieten. Diese Sper-rungen sind unbedingt zu beachten.
- Nicht gestattet ist das Grillen im Wald auf mitgebrachten Grillgeräten.
- Offenes Feuer außerhalb des Waldes muss grundsätzlich mindestens 100 Me-ter vom Waldrand entfernt sein.
- Auch an den erlaubten Stellen muss das Feuer immer beaufsichtigt und vor dem Verlassen unbedingt vollständig gelöscht werden.
Was tun, wenn ein Brand ausgebrochen ist?
Wichtig sei es, so Hauk, Ruhe zu bewahren und sich und andere Personen nicht in Gefahr zu bringen. Wählen Sie die 112 und informieren Sie die Leitstelle über folgende Punkte.
- Wo brennt es? – genaue Ortsangabe, markante Geländepunkte (großer Baum, Wiese oder Felsen), Brandausmaß
- Was brennt? – Bodenvegetation oder Baumkronen
- Wer oder was ist betroffen? – Sind Personen, Häuser oder andere Einrichtungen in Gefahr?
- Ort, von dem Sie den Brand melden? – Angabe Ihrer Rückrufnummer, Aufent-haltsort, auf Rettungskräfte warten, damit diese eventuell zum Brandort geführt werden können.
- Nutzen Sie die kostenfreie App „Hilfe im Wald“, im Notfall können Sie die Ein-satzkräfte direkt zu ihrem Standort navigieren.
Hintergrundinformationen
Weitere Informationen finden sich unter www.mlr-bw.de/Wald sowie unter www.dwd.de/waldbrand.
Informationen zur kostenfreien App ‚Hilfe im Wald‘: Die Rettungs-App für And-roid und iOS. Im Unglücksfall wird über die App ‚Hilfe im Wald‘ schnell der nächstgelegene Rettungstreffpunkt identifiziert und Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst an die entsprechende Stelle angefordert.
Was Forstleute in Baden-Württemberg sonst noch tun, um den Wald im Klima-wandel zu erhalten finden sie unter MRL-BW.de/Blattwenden.



