Einen spannenden Tag im Wald durften Lehrerinnen der Schönbucher Naturpark-Schulen erleben. In Zusammenarbeit mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) richtete der Naturpark Schönbuch eine Fortbildung aus, die im ersten Block Bildung für nachhaltige Entwicklung zum Thema hatte und im zweiten Block auf Unterrichten im Wald einging. Der Referent Bernd Tochtermann von der SDW hatte dazu Unterrichtsmaterialien mitgebracht, die für alle Fächer der Grundschule Konzepte bereithalten, den ganz normalen Deutsch- Mathe-, Englischunterricht im Wald zu absolvieren. Damit die Teilnehmerinnen das auch gleich ausprobieren konnten, erarbeiteten sie sich im Zweierteam eine Unterrichtstunde und stellten diese den Kolleginnen vor. Statt Whiteboard und Dokumentenkamera kamen Äste, Steine und Flechten als Hilfsmittel zum Einsatz, um Aufgaben der Kombinatorik zu lösen bzw. Gedichtformen kennen zu lernen. Die Vorzüge, im Wald zu unterrichten, wurden dann auch gleich deutlich: Der Lernort wird zum Lerngegenstand, die Ruhe, die frische Luft, die Haptik der Natur, die Möglichkeiten für Bewegung und Begegnung. Die Teilnehmerinnen waren sich einig: Was ihnen heute Spaß macht, wird für die Schülerinnen und Schüler eine ganz intensive Art des Lernens werden und damit die Lernbereitschaft und Motivation erhöhen.
Aber natürlich wurden auch die Hemmnisse diskutiert, wie zum Beispiel das Transportproblem für Schulen, die nicht in unmittelbarer Nähe zum Wald liegen, Personalknappheit, enge Stundenpläne und die Frage der Aufsicht, um nur einige zu nennen. Dennoch war das Fazit am Ende der Fortbildung einstimmig: Unterrichten im Wald ist leichter als gedacht, bringt ganz neue Facetten in die Pädagogik und sollte ganz regelmäßig in den Schulalltag integriert werden.
Vielen Dank an Bernd Tochtermann, der uns das Unterrichtsmaterial der SDW vorgestellt und mit diesem spannenden Thema den Fortbildungstag ganz wunderbar geleitet hat.





