"Königin Charlotte von Württemberg" - Bebenhausen wurde ihr zur Heimat
von Hans Haug
Der vorliegende Band widmet sich Königin Charlotte von Württemberg, der zweiten Gemahlin des württembergischen Königs, Wilhelm II. und der letzten der deutschen Königinnen. Ihre Kindheit und Jugend im böhmischen Schloss Ratiboritz, das Hofleben, das sozialpolitische Engagement der Königin, insbesondere für die Frauen-Emanzipation, ihre Förderung der Kunst und des Kulturlebens im ganzen Württemberger Land - all diese Aspekte verdichten sich zum Bild einer faszinierenden Persönlichkeit. 1864 in Böhmen geboren und 1946 in Bebenhausen bei Tübingen gestorben, erlebte sie als Monarchin so manch entscheidenden Wendepunkt deutscher Geschichte mit.
Ein besonderes Augenmerk legt Hans Haug auf Charlottes langjähriges Domizil im Schloss Bebenhausen, in dem sie einschließlich ihrer Witwenzeit mehr als 50 Jahre verbracht hat und das nach ihrem Tod die erste "republikanische" Institution nach dem Krieg - den Landtag von Württemberg-Hohenzollern - beherbergen sollte.
Hans Haug, Jahrgang 1941, ist Nachfahre der seit dem 17. Jahrhundert in Bebenhausen ansässigen Klosterküferfamilie Erbe und ausgewiesener Kenner der Dorfgeschichte. Sein Vater machte im Dorf wesentliche Veränderungen mit: 1932 jüngster Angestellter der ehemaligen Königin Charlotte von Württemberg, nach dem Zweiten Weltkrieg Mitarbeiter des Landtags von Württemberg-Hohenzollern, dann Schlossverwalter.
Hans Haug - Königin Charlotte von Württemberg. Bebenhausen wurde ihr zur Heimat.
128 Seiten, 124 Abbildungen, € 14,90. ISBN 978-3-8425-1376-1.
Silberburg-Verlag, Tübingen und Karlsruhe
♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦
"Wer hat dich, du schöner Wald" - 5000 Jahre Mensch und Wald in Baden-Württemberg
Der Wald bildet seit undenklichen Zeiten die Grundlage menschlichen Lebens. Von Anfang an hat der Mensch den Wald genutzt und gestaltet. Sein Holz benötigte er zunächst fürs lebenswichtige Feuer, später als unentbehrliches Baumaterial.
Der Freiburger Forstwissenschaftler Peter Gürth zeichnet 5000 Jahre Geschichte von Wald und Mensch im heutigen Baden-Württemberg nach und erzählt von der Rückkehr des Waldes nach der Eiszeit, vom ungeheuren Holzverbrauch der Römer und den ersten Rodungen des Mittelalters, die eng mit der Siedlungsgeschichte verknüpft sind.
Er schildert die Entwicklung des 19. Jahrhunderts, das die moderne Forstwirtschaft einläutete. Nun gab es Waldbau auf dem Schachbrett; Fichte und Kiefer traten ihren Siegeszug an, den spätere Generationen wieder rückgängig zu machen suchten. Das 20. Jahrhundert stellte die Menschen vor neue Herausforderungen: Borkenkäferplage, Waldsterben, Sturmschäden, Wiederaufforstung. Ist der moderne naturnahe Waldbau die Antwort auf die drängenden ökologischen Probleme? Der vorliegende Band ist die erste umfassende Geschichte von Mensch und Wald im Südwesten, die sich an ein breites Publikum richtet.
Der Autor Professor Dr. Peter Gürth wurde 1934 in Falkenau an der Eger, heute Tschechien, geboren. Er studierte Forstwissenschaft in Freiburg und Hannoversch-Münden. Von 1972 bis 1999 war er Leiter der Staatlichen Forstämter Wolfach, Müllheim und Freiburg. Daneben war er ab 1987 als außerordentlicher Professor für Waldbau an der Universität Freiburg tätig. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und 9 Enkelkinder. Peter Gürth verfasste zusammen mit seiner Frau Christine als Fotografin mehrere Wanderführer mit landeskundlichem Hintergrund.
Peter Gürth: Wer hat dich, du schöner Wald. 5000 Jahre Mensch und Wald in Baden-Württemberg.
240 Seiten, 110 meist farbige Abbildungen, fester Einband. € 24,90.
ISBN 978-3-8425-1333-4.
Silberburg-Verlag, Tübingen und Karlsruhe.




