Das Feldschützenhäuschen ist saniert!

Nachdem mehr und mehr der Verfall zu beobachten war, erstrahlt das Feldschützenhäuschen auf den Waldenbucher Braunäckern im neuen Glanz.

Ende 2019 beschloß der Waldenbucher Gemeinderat, dass die Schutzhütte auf den Braunäckern in Waldenbuch saniert werden soll. Es wurden Fördergelder beim Naturpark Schönbuch und eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung beantragt. Die Arbeiten konnten nach einer Schadenskartierung im März fortgesetzt werden. Bei der Sanierung des Fachwerks war traditionelle Zimmermannskunst gefragt, die ein hohes Maß an Präzision erforderte. So wurden die Verbindungen gezapft, die Eckverbindungen der Schwellen wurden mit französischem Blatt, einer besonderen Verbindungstechnik, in Handarbeit ausgebildet. Im 18. Jahrhundert pflanzten Bauern aus Waldenbuch und Dettenhausen auf den Braunäckern Kartoffeln, Getreide und später Obstbäume an. Das Feldschützenhäuschen bestand schon 1827, wahrscheinlich schon deutlich vorher. Von der Gemeinde angestellte Feldschützen, auch Fruchtschützen oder Nachthirten genannt, mussten das Wild verscheuchen und für Ordnung sorgen. Von der Saat bis zur Ernte wachten die Feldschützen jede Nacht draußen, bei Wind und Wetter. Da waren sie für einen Unterstand dankbar. Das heutige Häuschen wurde 1921 durch den Maurermeister Mezger neu erstellt und ist somit 100 Jahre alt. Die Schutzhütte ist über einen Stichweg mit dem Premiumwanderweg verbunden und als weiteres Highlight ausgeschildert. Der Herzog-Jäger-Pfad feiert dieses Jahr sein dreijähriges Bestehen. Eine Nachzertifizierung durch das Deutsche Wanderinstitut erfolgte im Mai.

frisch saniertes Feldschützenhäuschen; Foto: Stadt Waldenbuch

Einweihung im kleinen Rahmen; Foto: Stadt Waldenbuch