Bärlauch

Würzige Blätter mit giftigen Zwillingen

Im Frühjahr findet Bärlauch in der Küche gern Verwendung. Ob in Pestos, Saucen oder als Salatbeigabe, der Knoblauchgeschmack und die sattgrünen Blätter machen eine gute Figur. Auch die Blüten eignen sich als deftig-geschmackvolle Deko, die genauso verwendet werden können wie die Blätter. Leider läuten sie auch das Ende der kurzen Erntezeit ein. Blüht die Pflanze, werden die Blätter faserig und der Geschmack lässt nach und kurz nach der Blüte ziehen die Pflanzen ganz ein. Zurück bleiben eintrocknende Blätter und stachelige Fruchtstände, die den Blätterteppich im nächsten Jahr noch weiter verbreiten.

Die Nutzzeit lässt sich etwas verlängern: Frische Blätter halten sich, in ein feuchtes Tuch geschlagen, einige Tage im Kühlschrank. Deutlich länger kann man das Aroma genießen, wenn man die Blätter in Essig oder Öl einlegt oder zu Pesto verarbeitet. Rezepte dazu finden Sie reichlich und für jeden Geschmack in den Weiten des Internets.

Bei der Ernte gilt es allerdings, Vorsicht walten zu lassen. Die Blätter giftiger Pflanzen wie Maiglöckchen, Herbstzeitlose und Aronstab können leicht mit dem essbaren Bärlauch verwechselt werden. Auch die oft gerühmte Geruchsprobe ("was nach Knoblauch riecht, ist Bärlauch") hilft nur bei den ersten Blättern - danach riechen die Hände so kräftig, dass ein Unterscheiden schwierig wird.
Hier beispielsweise finden Sie Tipps, wie Sie die Pflanzen sicher unterscheiden können: