Forstrevier Breitenholz baut Nistgelegenheit für den Eisvogel
   
 

Foto: H. Gerweck

 

Diverse Beobachtungen von Ornithologen haben ergeben, dass ein wesentlicher Faktor für die Seltenheit des Eisvogels der Mangel an Brutmöglichkeiten ist. Sein Vorkommen im Naturpark Schönbuch ist auf die vorhandenen Gewässer beschränkt. Dort findet er die erforderliche Nahrung (Kleinfische, Wasserinsekten etc.), aber auch an den Steilufern der Bäche die erforderlichen Brutmöglichkeiten. Am Goldersbach, aber auch an den überwiegend künstlich angelegten Weihern kann er, wenn auch nicht häufig, ab und zu beobachtet werden.

Angeregt von einem Beitrag im Internet von Herrn Horst Boedler, der sich selbst als "Der Eisvogelmann von Torning Molle" bezeichnet, wurde im Forstrevier eine Brutmöglichkeit für den Eisvogel geschaffen. Herr Boedler hat im Raum Flensburg seit Jahren erfolgreich mit solchen Einrichtungen den Eisvogel zum Brüten animiert und ihn so gefördert.

 

Eisvogelbruthilfe


 

Frau Caroline Lorenz, welche bis Ende Februar als Forstpraktikantin von der FH Rottenburg ihr Praxissemester im Forstrevier Breitenholz absolvierte, hat zusammen mit den beiden Zivildienstleistenden Torben Claas und Maximilian Kaschek Anfang Februar mit der Konstruktion und dem Bau eines "Nistkastens" für den Eisvogel begonnen. Im Anhalt an eine von Herrn Boedler zugesandte Anleitung wurde eine entsprechende Einrichtung im Großen Goldersbachtal gebaut. Der Brutkasten ist so konstruiert, dass der Eisvogel die angefangenen Brutröhren selbst weiterbaut. Da er ein sogenannter "Schachtelbrüter" ist, wurden in der Nisteinrichtung zwei Brutmöglichkeiten geschaffen.

Es bleibt zu hoffen, dass der Eisvogel das Angebot erkennt und annimmt. Weiterhin hoffen wir, dass die Nisteinrichtung von den Waldbesuchern nicht gestört wird. Es ist geplant, dass zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Bruthilfe, dann aber mit fertigen Nisthöhlen, gebaut wird.

 

Eisvogelfreunde

 

Frau Caroline Lorenz mit Torben Claas und Maximilian Kaschek