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Schönbuch-Naturparkführer jetzt mit bundesweit einheitlichem Zertifikat
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Was blüht denn da am Wegesrand? Wie heißt der Vogel, der in der Hecke singt? Was sollen die alten Steinmauern mitten im Gebüsch? Diese und andere Fragen können immer weniger Menschen beantworten. „Doch Umwelt kann nur schützen, wer Natur kennt und deshalb soll der Wissenserosion in Sachen Natur, Heimat und Landschaft entgegengewirkt werden“, so Karin Blessing, stellvertretende Leiterin bei der Umweltakademie Baden-Württemberg und dort für die Zertifizierung zuständig. Während Natur Hochkonjunktur habe und ein immer größerer Teil der Bevölkerung schöne Landschaften aufsuchen und sich im Freien aufhalten wolle, wüssten auf der anderen Seite immer weniger Menschen über Tiere und Pflanzen und Zusammenhänge der Kulturlandschaft Bescheid. Dieser Entwicklung soll nicht mehr tatenlos zugesehen werden. Im Verbund mit den Naturparken, der Umweltakademie Baden-Württemberg, den staatlichen und privaten Naturschutzzentren, den Umweltverbänden sowie Heimat- und Wandervereinen soll durch einen möglichst flächendeckendes Netz so genannter Landschaftsführer geholfen werden, die Menschen ohne erhobenen Zeigefinger wieder stärker an die Natur heranzuführen und wertvolles Wissen über Heimat und Landschaft auf lebendige und spannende Art zu vermitteln. Handeln bevor es zu spät ist, lautet das gemeinsame Ziel. Im Naturpark Schönbuch stellen die Landschaftsführer eine sinnvolle Ergänzung zu den forstlichen Führungen der zuständigen Revierleiter dar. Der Umweltakademie ist es gemeinsam mit den Partnerinstitutionen in den anderen Bundesländern sowie den Organisationen EUROPARC, Bundesverband Naturwacht e.V., Europarc Deutschland, Verband Deutscher Naturparke e.V. (VDN) und Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Bundesverband e.V. (ANU) gelungen, bundesweit ein gleichermaßen innovatives wie kostengünstiges Schulungs- und Zertifizierungsmodell für Landschaftsführer zu etablieren. Die Grundidee: Leute in Vereinen aber auch Einzelpersonen und auch solche, welche mit der Naturvermittlung durchaus Geld verdienen können, erhalten einen mindestens 70 Stunden umfassenden Grundkurs, der mit einer Prüfung endet. Dabei werden naturkundliche Grundlagen der einzelnen Regionen, in denen die Kurse stattfinden ebenso vermittelt wie Grundlagen zur Ökologie und zur jeweils typischen Tier- und Pflanzenwelt. Ausgehend von der Tatsache, dass unsere Landschaften vom Menschen geprägt sind, spielen Landnutzung, regionale Wirtschaftsentwicklung, regionale kulturelle Aspekte sowie der geschichtliche Hintergrund einer Kulturlandschaft bei der Landschaftsführer-Ausbildung eine wichtige Rolle. Weitere Punkte sind Kommunikation und Führungsdidaktik sowie Recht und Marketing. All diese Inhalte wurden auch bei der Naturparkführerausbildung im Schönbuch bereits 2002/2003 berücksichtigt. Somit konnten diese jetzt auf Antrag auch das bundesweit gültige BANU – Zertifikat bekommen. |
Für die Umweltakademie bedeuten Landschaftsführer noch viel mehr. Dort ist man immer auf der Suche nach neuen Wegen zur Vermittlung von Wissen über Natur und Landschaft. Denn nur wer etwas über die heimische Landschaft wisse, könne sich für deren Erhalt einsetzen. Landschaftsführer tragen durch ihre qualifizierten Führungen mit Erlebnischarakter nicht nur zur Wissensvermittlung und somit zur Umweltbildung bei, sondern helfen auch der Wissenserosion in Sachen Natur und Heimat Einhalt zu gebieten. Sie sollen künftig auch mobile Vermittler von Umwelt- und Naturthemen und Zusammenhängen in der Landschaft sein. Sie erklären Landschaftsformen, vermitteln Naturwissen, vermitteln kulturelle und historische Highlights der jeweiligen Gegend und tragen über diese Sensibilisierung zu einer bewussteren Landschaftswahrnehmung bei. 07073 1432 Ludolf Bertram 07032 957 200 ludolf.bertram@web.de |
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