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Das der Förderverein Naturpark Schönbuch e. V. nicht nur um die Pflege der Schönbuchlandschaft kümmert bekam er erst vor kurzem vom Schwäbischen Heimatbund bestätigt. Die Erfassung von 241 Kleindenkmale im Naturpark bescherte dem Verein den Kleindenkmalpreis 2008. Bei der Erfassung der Steinkreuze, Gedenksteine, Brunnen etc. wurde aber auch der eine oder andere Mangel an den historischen Zeugen festgestellt. So lag der Hans-Man-Stein bei der Winterkaltenbüchlewiese nahe Bebenhausen seit langer Zeit auf der Hinterseite und drohte ins Erdreich zu versinken. Ende Oktober entschloss sich ein Team des Fördervereins den Stein neu zu setzen.
Einer der Mitwirkenden ist Peter Göbell. Hier sein Bericht zu der gelungenen Aktion, für die sich die Naturparkverwaltung ganz herzlich bei allen Beteiligten bedankt.
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Bericht von Peter Göbell:
Der Hans-Man-Stein bei der Winterkaltenbüchlewiese lag seit langer Zeit auf dem Rücken und drohte ins Erdreich zu versinken.

Es ist ein Steinkreuz mit dem eingeschriebenen Namen „Hans Man“ und der Jahreszahl „1635“. Mehr ist über den Stein nicht bekannt, aber immerhin deutet die Jahreszahl „1635“ auf ein Geschehnis aus dem 30-jährigen Krieg hin. Interessant ist, dass auch das Schwedenkreuz am „Langer Rücken“ mit dem Jahr 1634 auf diese Zeit hinweist. Um dieses wertvolle Kleindenkmal zu erhalten, stellten Mitglieder des Fördervereins bei der Jahresversammlung 2008 den Antrag auf Neusetzung dieses Steinkreuzes.
Die Vorarbeiten dazu fanden am 1. August 2008 statt, als Mitglieder des Fördervereins (Renz, Hiller und Göbell) den Stein ausgruben und provisorisch abgestützt, aufstellten.


Die Neusetzung wurde mit dem Revierleiter Herrn Rainer Pohl für den 29. Oktober 2008 geplant: Albert Renz machte den Rundruf an Rainer Hiller und Peter und Annemarie Göbell, dass man sich um 7:30 Uhr am Tor zum Ranzenpuffer einfinden sollte. Pünktlich waren wir da und nach fünf Minuten wurden wir im Kleinbus abgeholt und zur Leni-Hütte gebracht, wo uns Thomas Buhmüller mit seinen Mannen empfing.

Nach einer kurzen Besprechung wurde der Anhänger beladen, aber nicht nur mit Hammer und Meißel, nein, mit massiven Balken, Kettensäge, Bohrmaschine, Stromaggregat, Kabeltrommeln, sackweise Zement, Kanister mit Wasser, Eimer und Schaufeln, so dass wir Heimwerker nur staunen konnten.

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Dann fuhren wir zur Fohlenweide, oberhalb vom Hans-Man-Stein gelegen, und haben das ganze Material die ca. 150 m bergab durch den Buchenausflug zum Ort des Geschehens geschleppt. Nach einer kurzen Verschnaufpause und Besprechung packten die kräftigen Forstleute dann an, und zogen das Steinkreuz auf Rundbalken aus der Grube und auf die Seite.

Dann wurde ... - die Grube weiter ausgehoben, - die Kabel vom Stromaggregat beim Materialwagen hierher verlegt, - da der Fuß auf einer Seite des Steinkreuzes fehlte, sollte dann dort ein Moniereisen eingesetzt und so eine Befestigung zum Zement gemacht werden. Diese zwei Löcher bohrte dann der mittlerweile eingetroffene Revierleiter Rainer Pohl, - dann wurde der Zement gemischt und der Boden der Grube bedeckt, - das Moniereisen wurde U-förmig gebogen und im Stein fixiert, - danach wurde der Stein in die Grube gesetzt und mittels eines Seils um den nahen Baum und einer Stützkonstruktion bestehend aus zwei Pfosten und einem Balken unter dem einen Arm des Kreuzes fixiert, - danach wurde der untere Teil des Steins mit Zement vergossen.



Dann wurde der Denkstein mit einer Plane zugedeckt und um 11:00 Uhr waren wir fertig.
Nun musste wieder das Material zu den Autos hochgeschleppt werden und zum Mittag war wieder alles bei der Leni-Hütte, wo nun die Forstleute Ihre wohlverdiente Mittagspause machen konnten.
Der Förderverein bedankt sich an dieser Stelle nochmals recht herzlich bei Herrn Pohl, Herrn Buhmüller und seinen Mannen für diesen Einsatz. Wir glauben, auch ihnen hat diese andersartige Tätigkeit gut gefallen.

Nach Rücksprache mit Herrn Pohl waren wir am 17. November 2008 beim Denkstein, haben ihn von den Stützbalken und Pfosten befreit, und den Fuß des Steins mit Erde aufgefüllt und geebnet, und hoffen, dass er uns so lange als Zeugnis der Geschichte erhalten bleiben möge.
Peter Göbell
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